Wien liegt am Ufer der Donau und ist eine riesige Metropole, in der sich antike Geschichte und modernes kosmopolitisches Leben vereinen. Die österreichische Hauptstadt ist geprägt von vielschichtigem Imperium, künstlerischem Genie und politischem Einfluss. Es ist nicht nur ein Ort zum Schauen. Hier ist das Gewicht der Jahrhunderte überall auf den gepflasterten Straßen und Boulevards zu spüren.
Von der keltischen Fraktion zur imperialen Macht
Diese Stadt hat tiefe Wurzeln. Die Kelten bewohnten das Gebiet, lange bevor es zum Mittelpunkt der Welt wurde. Im ersten Jahrhundert v. Chr. hatte Rom es in einen Militärstützpunkt umgewandelt. Im Laufe der nächsten tausend Jahre wechselte die Regierung Wiens häufig. Die Franken herrschten im 6. Jahrhundert. Im zehnten Jahrhundert siegten die Magyaren. Während der Kreuzzüge wurde es zu einem wichtigen Handelszentrum.
Dann kamen die Habsburger.
In den Jahren 1558–1806 war Wien die Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches. Es war bis 1867 das Zentrum des Kaiserreichs Österreich und dann das Zentrum des Kaiserreichs Österreich-Ungarn bis zu dessen Zusammenbruch im Jahr 1918. Dieses kaiserliche Erbe hinterließ unauslöschliche Spuren in der Architektur und Kultur der Stadt. 1814 und 1815 rekonstruierte der Wiener Kongress die Europakarte innerhalb der Schlossmauern.
Krieg, Besatzung und Widerstandsfähigkeit
Das 20. Jahrhundert brachte Zerstörung. Von 1938 bis 1945, während des Zweiten Weltkriegs, war Wien das Verwaltungszentrum Deutsch-Österreichs. Alliierte Streitkräfte bombardierten die Stadt mehrmals. Die sowjetischen Streitkräfte übernahmen die Stadt im Jahr 1945. Bis 1955 wurde die Stadt gemeinsam von den Streitkräften der Sowjetunion und der Westalliierten besetzt.
Doch auch in seinen dunkelsten Zeiten hat Wien seinen kulturellen Charme bewahrt. In den 1970er Jahren fanden hier Verhandlungen zur strategischen Rüstungsbegrenzung zwischen den USA und der Sowjetunion statt. Diplomatie war schon immer fester Bestandteil der Stadt.
Kulturzentrum
Wien gilt weithin als die Musik- und Kunsthauptstadt Europas. Es ist der Geburtsort von Franz Schubert, Johann Strauss II. und Arnold Schönberg. Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Johannes Brahms und Gustav Mahler ließen sich hier nieder. In den Konzertsälen hallen noch immer die Klänge von Walzern und klassischen Sinfonien wider.
Auch die bildenden Künste schnitten gut ab. Sigmund Freud wurde hier ausgebildet und veränderte unser Verständnis der menschlichen Psyche. Gustav Klimt malte in diesen Straßen seine goldenen Meisterwerke. Oskar Kokoschka und Josef Hoffmann ergänzten den künstlerischen Chor mit ihren Stimmen. Wenn Sie eine Reise planen, um die Entwicklung des modernen Denkens und der modernen Ästhetik zu verstehen, ist Wien ein Muss.
Modernes Wien: Business und darüber hinaus
Heute ist Wien mehr als nur ein Museum. Es ist das Handels- und Industriezentrum Österreichs. Hier befinden sich die Hauptsitze großer internationaler Organisationen. Hier befindet sich der Hauptsitz der Internationalen Atomenergiebehörde. Das gilt auch für die UN-Organisation für industrielle Entwicklung. Wien ist auch Sitz der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC).
Für Touristen bedeutet dies eine Stadt, die sowohl historisch ist als auch aktiv an globalen Angelegenheiten beteiligt ist. Sie können durch Hallen und Orte gehen, an denen einst Kaiser regierten.













