Frankfurt ist die Heimat meiner Familie. Daher ist der Flughafen Frankfurt (FRA) mein Standardflughafen. Es ist auch ein Flughafen mit einer Hassliebe-Geschichte. Ich kenne die guten Plätze. Ich kenne die schlechten.

Und dann kam Terminal 2.

Jetzt ist Terminal 3 da. Ich bin einfach rausgeflogen. Dies ist keine Rezension eines futuristischen Science-Fiction-Hubs. Hier soll untersucht werden, ob die neue Anlage für Nicht-Lufthansa-Reisende eine Reise wert ist.

So erreichen Sie das Terminal 3 des Frankfurter Flughafens über SkyLine

Vergessen Sie, glücklich anzukommen. Wer mit der S-Bahn in die Stadt oder raus zum Flughafen fährt, ist noch nicht fertig. Du musst umsteigen.

Sie müssen die Fußgängerzone SkyLine nehmen.

Der Umzug erfolgt vom zentralen Hub zum Terminal 3 auf der anderen Seite des Geländes. Die Fahrt dauert zehn Minuten. Aber das ist nicht der lustige Teil.

Die Fahrt ist holprig. Aggressiv. Der Zug beschleunigt und stoppt mit einem Ruck, der einem den Magen umdrehen lässt. Du stehst da. Gepäck in der Hand. Festhalten an Schienen. Beobachten, wie die Wände vorbeiziehen.

Ist das beabsichtigt? Oder ist die Technik einfach müde? Es fühlt sich für jeden mit Mobilitätsproblemen unsicher an. Ich wäre fast gestürzt. Zweimal.

Wenn Sie den Zug verlassen, sind Ihre Haare zerzaust und Ihre Nerven ausgelaugt. Willkommen im Terminal 3.

Layout des Terminals 3: Steriles, minimalistisches Design

Das Gebäude selbst ist modern.

Das heißt, es ist kalt. Die Decken sind hoch. Beim Blick nach oben auf die freigelegten Kabel und Leitungen entsteht ein Gefühl von Weite. Sie ließen die Decke offen. Freiliegende Infrastruktur sieht für Architekten „industriell schick“ aus. Für den Reisenden fühlt es sich an wie ein unvollendeter Keller.

Der Check-in erfolgt in einer langen rechteckigen Halle. Die Sicherheit ist gleich danach. Sobald Sie in der Luft sind, werden die Dinge seltsam.

Es gibt Piers. Sie sind lang. Sie sind gerade.

In den Hauptkorridoren gibt es kein Tageslicht. Das ist offenbar Absicht. Sie wollen nicht, dass Sie sehen, wie grau und miserabel das Frankfurter Wetter ist. Sie sitzen in einem fluoreszierenden Tunnel, bis Sie das Tor erreichen. Dann, und nur dann, gibt es raumhohe Fenster mit Blick auf das Rollfeld.

Der Abstand zwischen Fahrsteigen ist groß. Du gehst lange. Mein Tor befand sich weit unten an einem Pier. Als ich ankam, wurden meine Schritte zu Tausenden gezählt.

Beachten Sie, dass Lufthansa hier nicht operiert. Das ist wichtig. Terminal 1 ist vollgepackt mit Star Alliance-Verbindungen. Im Terminal 3 gibt es weniger Umsteigepassagiere. Menschen bewegen sich normalerweise in eine Richtung. Es reduziert das Chaos. Es erhöht die Spannung nicht.

Lounge-Optionen im Terminal 3 für Priority Pass- und Premium-Reisende

Hier glänzt Terminal 3 tatsächlich.

Die alten Lounges im Terminal 2 waren eng. Veraltet. Abgestanden. Hier ist die Situation deutlich besser.

Ich habe die Priority Lounge besucht. Es umfasst Nicht-Schengen-Verkehr. Es akzeptiert auch Priority Pass. Das Zimmer ist groß. Es hat hohe Decken. Es gibt unglaubliche Ausblicke auf die Start- und Landebahnen. Es gibt ein verstecktes Hinterzimmer, das die meisten Leute vermissen.

Auch hier hat Emirates ein neues Lounge-Konzept eingeführt. Es ist elegant. Es ist funktional. Qatar Airways wird in Kürze zwei Lounges eröffnen. Das sind gute Nachrichten für oneworld-Mitglieder.

Aus Lounge-Sicht löst Terminal 3 ein großes Problem für Frankfurter Fluggäste. Die Sitzgelegenheiten sind reichlich vorhanden. Die Aussicht rechtfertigt den Spaziergang.

Ist das neue Terminal besser als das alte?

Terminal 2 war ein Relikt. Es war eng. Es war dunkel.

Terminal 3 ist größer. Es hat mehr Kapazität. Die Lounges sind besser. Das Design ist sauberer.

Aber ist es unvergesslich?

Nein, es fehlt Persönlichkeit. Es ist sicher. Es ist vorhersehbar.

Denken Sie an den Flughafen Berlin Brandenburg, als er erstmals eröffnet wurde. Schreckliche Konstruktion. Langweiliges Design. Ähnlich geht es dem Frankfurter Terminal 3. Es tut, was es tun muss. Es versucht nicht, Sie zu beeindrucken.

Manche Flughäfen versuchen zu blenden. Portland International (PDX) fühlt sich anders. Es hat Seele. Terminal 3 verfügt über Stahlträger und Teppichfliesen.

Sie kommen durch die Sicherheitskontrolle. Sie finden Ihr Tor. Sie sehen die Flugzeuge. Sie kommen an Ihr Ziel.

Das Wetter draußen bleibt grau. Drinnen bleibt das Licht an. Der Weg zurück zum Zug ist genauso lang wie der Weg dorthin.