Eine 23-jährige Frau in Süd-Sumatra, Indonesien, täuschte ihre Anstellung als Flugbegleiterin bei Batik Air vor, um ihre Familie zu täuschen und sich am Flughafen Zugang zu Privilegien nur für die Besatzung zu verschaffen. Am 6. Januar bestieg sie erfolgreich den Batik Air-Flug 7058 von Palembang nach Jakarta, indem sie eine überzeugende Nachbildung ihrer Uniform trug – darunter ein weißes kebaya -Oberteil und einen passenden Batikrock – und einen gefälschten Mitarbeiterausweis bei sich trug.

Täuschung auf der Überholspur

Die Frau nutzte die Schnellspur für die Besatzung, die normalerweise dem Personal der Fluggesellschaft vorbehalten ist, obwohl sie im Besitz einer gültigen Bordkarte für Passagiere war. Ihr Plan scheiterte, als die Bordbesatzung wegen Unstimmigkeiten in ihrer Uniform und ihrer Unfähigkeit, grundlegende operative Fragen zu beantworten, misstrauisch wurde.

Social-Media-Täuschung und Familientäuschung

Sie hatte die Illusion in den sozialen Medien aktiv aufrechterhalten und inszenierte Inhalte veröffentlicht, um die falsche Darstellung ihrer Anstellung zu untermauern. Da ihre Eltern von der Täuschung nichts wussten, fuhren sie sie regelmäßig zum Flughafen, weil sie glaubten, sie würde zur Arbeit gehen. Die Frau gab zu, dass sie aus Verlegenheit getrieben war, nachdem sie im Rekrutierungsprozess von Batik Air durchgefallen war.

Keine Strafanzeige eingereicht

Die Polizei nahm sie bei ihrer Ankunft in Jakarta fest und beschlagnahmte ihre Uniform, ihren gefälschten Ausweis und ihre persönlichen Gegenstände. Trotz der aufwändigen List stellten die Behörden keine kriminelle Absicht fest und ließen sie ohne Anklage frei. Sie wurde möglicherweise um 30 Millionen Rupien (ca. 1.781 US-Dollar) von einer Person betrogen, die eine illegale Beschäftigung versprach.

Kontext: Die unruhige Geschichte von Batik Air

Batik Air, eine Tochtergesellschaft von Lion Air, wurde in der Vergangenheit aufgrund von Sicherheitsbedenken unter die Lupe genommen. Lion Air war am Absturz der Boeing 737 MAX im Jahr 2018 beteiligt, bei dem alle 189 Menschen an Bord ums Leben kamen. Es gab auch Berichte darüber, dass Lion Air-Piloten während ihres Dienstes im Cockpit einschliefen, was weitere Fragen zur operativen Aufsicht der Fluggesellschaft aufwirft.

Dieser Vorfall verdeutlicht die Leichtigkeit, mit der Einzelpersonen Sicherheitslücken in Flughafenabläufen ausnutzen können. Obwohl in diesem Fall keine Anklage erhoben wurde, unterstreicht dies das Potenzial für schwerwiegendere Verstöße und die Notwendigkeit strengerer Überprüfungsmaßnahmen, um die Sicherheit von Passagieren und Besatzungsmitgliedern zu gewährleisten.