United Airlines führt eine neue Flotte von Airbus A321neo-Flugzeugen mit dem Namen „Coastliner“ ein, die speziell für erstklassige transkontinentale Strecken zwischen Newark, Los Angeles und San Francisco konzipiert ist. Dieser Schritt stellt eine Verlagerung hin zu Passagieren mit höheren Tarifen anstelle der reinen Kapazität dar, auch wenn dadurch die Gesamtzahl der Sitzplätze reduziert wird.
Premium-Kabinenkonfiguration
Die neuen Coastliner-Flugzeuge werden im Vergleich zu bestehenden Konfigurationen über eine reduzierte Gesamtsitzzahl verfügen. Jedes Flugzeug verfügt über:
- 20 Polaris-Business-Class-Suiten: Liegesitze für Langstreckenkomfort.
- 12 Premium Plus-Sitze: Eine erweiterte Premium-Economy-Option.
- 129 Economy-Sitze: Eine deutlich kleinere Reisebuskabine als viele aktuelle Transkontinentalflugzeuge von United.
Insbesondere hat United die Sitze entfernt, um eine eigene Snackbar unterzubringen, eine Funktion, die darauf abzielt, das Passagiererlebnis zu verbessern, aber die Kapazität weiter zu reduzieren. Die ersten Flugzeuge werden diesen Sommer in Dienst gestellt, bis Anfang 2028 sollen 40 von 50 Flugzeugen ausgerollt werden.
Wettbewerbsfähige Lounges, umstrittene Sitzplätze
Die Entscheidung von United, Business-Class-Passagieren den Zugang zur Polaris-Lounge zu ermöglichen, stellt die Fluggesellschaft auf eine Linie mit den Konkurrenten Delta und American. Polaris-Lounges gelten im Allgemeinen als den Flaggschiff-Lounges von American überlegen, obwohl sie in Bezug auf Platz und Ausstattung hinter Delta One zurückbleiben. Diese Erweiterung wird jedoch wahrscheinlich die Probleme mit der Überfüllung verschärfen, da die Lounges bereits während der Hauptverkehrszeiten überlastet waren.
Die Sitzanordnung in der Business Class – eine Fischgrätenanordnung mit vom Fenster weggewandten Sitzen – ist ein Streitpunkt. Während es von JetBlue-Kunden gut angenommen wurde, wurde es von Passagieren von American Airlines in ähnlichen Flugzeugen kritisiert.
Kapazitätsreduzierung und Tarifstrategie
Durch diese Flottenaktualisierung wird die Kapazität auf diesen Strecken nicht erhöht; Tatsächlich reduziert es es. Weniger Premium- und Bussitze bedeuten, dass United auf höhere Tarife setzt, um den Verlust potenzieller Einnahmen auszugleichen. Die Kosten pro Passagier werden wahrscheinlich steigen, auch wenn die individuellen Reisekosten sinken, was auf eine bewusste Strategie hindeutet, um hochbezahlte Reisende anzuziehen.
Die Coastliner-Flotte von United ist ein klares Signal dafür, dass die Fluggesellschaften den Umsatz pro Passagier über das schiere Volumen stellen, auch wenn das den Verzicht auf Sitzplätze bedeutet. Dieser Trend spiegelt einen breiteren Wandel der Branche hin zur Premiumisierung wider, bei dem die Fluggesellschaften darauf wetten, dass höhere Tarife die Auswirkungen der reduzierten Kapazität überwiegen.























