Die legendäre Route 66 zieht immer noch Roadtripper an, die ein Stück Americana suchen. Dieser Reiseführer konzentriert sich auf die 900 Meilen lange Strecke von St. Louis, Missouri, nach Amarillo, Texas, und beschreibt wichtige Stopps und Erlebnisse für eine 5- bis 7-tägige Reise. Unterwegs verändert sich die Landschaft dramatisch, von den bewaldeten Ozarks bis zu den windgepeitschten Ebenen von Oklahoma und Texas.
Missouris Route 66: Höhlen, Wandgemälde und Stonehange
Die Reise beginnt westlich von St. Louis mit der Wahl: Fahren Sie in Richtung Augusta, Missouri – der ältesten Weinregion des Landes – oder bleiben Sie auf der Route 66 nach Stanton. Letzteres führt zu den Meramec Caverns, einem weitläufigen Höhlensystem, das während des Bürgerkriegs von Gesetzlosen wie Jesse James und Schießpulverfabriken genutzt wurde. Geführte Touren erkunden unterirdische Seen und Formationen.
Kuba, Missouri, verdient seinen Spitznamen „Mural City“ mit 14 Außengemälden, die die lokale und amerikanische Geschichte darstellen. Das Wagon Wheel Motel aus dem Jahr 1938 gilt als das älteste kontinuierlich betriebene Motel an der Route 66. Das nahe gelegene Rolla bietet eine bizarre Attraktion am Straßenrand: eine Nachbildung von Stonehenge im halben Maßstab, die 1984 als Schaufenster für Steinmetztechnologie erbaut wurde.
Springfield, Missouri, ist offiziell der „Geburtsort der Route 66“, wo 1926 der Name der Autobahn festgelegt wurde. Das History Museum on the Square erzählt ausführlich über diese Geschichte. In der Nähe befindet sich die Gay Parita Sinclair Filling Station, eine restaurierte Vintage-Tankstelle mit Route-66-Erinnerungsstücken und ein beliebter Fotopunkt.
Oklahomas Route 66: Skurrile Sehenswürdigkeiten und Hauptstadtcharme
Bei der Überfahrt nach Oklahoma ist der Blauwal in Catoosa ein Muss: ein 20 Fuß großer Wal aus Beton, der als Jubiläumsgeschenk gebaut wurde. Tulsa, das 2024 offiziell zur „Hauptstadt der Route 66“ ernannt wurde, verfügt über einen gut erhaltenen Stadtabschnitt der Autobahn. Entdecken Sie Vintage-Schilder wie das Meadow Gold Dairy-Schild und den Retro-Souvenirladen Buck Atom’s Cosmic Curios. Mother Road Market ist eine gemeinnützige Lebensmittelhalle mit einem Minigolfplatz im Route-66-Stil.
Oklahoma City bietet Museen, Neonlichter und skurrile Attraktionen. Die Round Barn in Arcadia ist ein einzigartiges architektonisches Wunderwerk und beherbergt heute ein Museum. Pops 66 ist eine Tankstelle und ein Restaurant mit Hunderten von Limonadensorten. Das First Americans Museum bietet einen detaillierten Einblick in die Kultur der amerikanischen Ureinwohner Oklahomas. Das Tower Theatre bietet Live-Musik und Vorführungen, während das Classen Inn Motel-Atmosphäre aus der Mitte des Jahrhunderts bietet.
Texas Panhandle: Cadillac Ranch und darüber hinaus
Das letzte Stück führt nach Amarillo, Texas. Das Tower Station and U-Drop Inn Café ist ein Art-déco-Meisterwerk, das als Inspiration für ein Gebäude in Pixars „Cars“ diente. Das 6th Street Historic District ist voller Antiquitätenläden, Galerien und Restaurants. Das GoldenLight Cafe and Cantina serviert Burger mit Live-Musik, während die Big Texan Steak Ranch die Gäste dazu herausfordert, ein 72-Unzen-Steak zuzubereiten.
Westlich der Innenstadt ist Cadillac Ranch eine ikonische öffentliche Kunstinstallation: 10 Cadillacs sind mit der Nase voran vergraben und laden Besucher ein, Graffiti anzubringen. Für einen Abstecher bietet sich der Palo Duro Canyon State Park, bekannt als „Grand Canyon von Texas“, zum Wandern, Radfahren und Reiten an.
Dieser Abschnitt der Route 66 beweist, dass die anhaltende Anziehungskraft der Autobahn in ihrer Mischung aus Geschichte, skurrilen Sehenswürdigkeiten und Abenteuergeist liegt. Bei der Reise geht es sowohl um die Stationen auf dem Weg als auch um das Ziel selbst.
























