In den sozialen Medien kam es zu einem öffentlichen Streit, nachdem die Influencerin Becca Alves (bekannt als Petitevagabond) eine andere Influencerin beschuldigt hatte, gestohlene Alaska Airlines-Punkte betrügerisch gegen Flüge eingetauscht zu haben. Der Vorfall macht ein wachsendes Problem deutlich: Betrug bei Treueprogrammen und die Anstrengungen, die Menschen unternehmen, um sich der Verantwortung zu entziehen.
Der erste Vorwurf
Alves entdeckte unbefugte Belastungen auf ihrem Alaska Atmos Rewards-Konto und führte die eingelösten Meilen auf Flüge von Belize nach Los Angeles zurück, die unter einem bestimmten Namen gebucht wurden. Durch Online-Recherchen identifizierte sie den mutmaßlichen Täter: eine weitere Social-Media-Persönlichkeit mit einer großen Fangemeinde.
„Stellen Sie sich meine Überraschung vor, als ich heute mit E-Mails aus Alaska aufwache und mir mitteilt, dass für Flüge von Belize nach LAX eine Menge Meilen eingelöst wurden. Das war nicht ich.“ – Becca Alves, über soziale Medien.
Alves versuchte zunächst eine private Kommunikation per E-Mail und Direktnachricht, erhielt jedoch keine Antwort. Anschließend veröffentlichte sie öffentlich Einzelheiten der Reiseroute, einschließlich der Namen der Passagiere, und nannte damit faktisch den Namen des Angeklagten.
Die Reaktion und Eskalation des Angeklagten
Die beschuldigte Influencerin reagierte defensiv und behauptete, Opfer ihrer eigenen kompromittierten Informationen zu sein. Sie wies die Anschuldigungen als „unzutreffend“ zurück und warf Alves vor, Fehlinformationen zu verbreiten und sich an Cybermobbing, insbesondere gegenüber ihrem Kind, zu beteiligen.
„Ich bin mir nicht sicher, warum dies ins Internet gestellt wurde, als ich meine Quittung aktiv verschickte … Das öffentliche Posten war unnötig und wirkt wie ein Versuch, chaotisch zu sein und meinem Namen zu schaden.“ – Der beschuldigte Influencer, über soziale Medien.
Obwohl der Angeklagte behauptet, über einen Kaufbeleg zu verfügen („aktiv Quittungen zu versenden“), hat er diese Beweise bisher nicht öffentlich vorgelegt. Diese Ablehnung schürt Skepsis, da es höchst ungewöhnlich ist, dass legitime Transaktionen in einem solchen Streit ungeprüft bleiben.
Warum das wichtig ist: Sicherheit von Treueprogrammen und öffentliche Beschämung
Der Vorfall unterstreicht, wie leicht Treueprogramme ausgenutzt werden können. Während Fluggesellschaften und Banken die Sicherheit kontinuierlich verbessern, finden entschlossene Betrüger Lücken. Im weiteren Sinne wirft dieser Fall Fragen zur Ethik der „Abbruchkultur“ und der öffentlichen Beschämung auf.
Durch die Entscheidung des Influencers, den Angeklagten öffentlich zur Rede zu stellen, wurden traditionelle Streitbeilegungskanäle (Einreichen einer Klage bei Alaska Airlines, Einreichen eines Polizeiberichts) umgangen und stattdessen unmittelbarer sozialer Druck ausgeübt. Diese Methode erzwingt zwar wirksam eine Reaktion, wirft jedoch Bedenken hinsichtlich eines ordnungsgemäßen Verfahrens und der Möglichkeit einer Fehlidentifizierung oder Übertreibung auf.
Die aktuelle Pattsituation
Alves behauptet, der Angeklagte habe keinen glaubwürdigen Beweis für einen rechtmäßigen Kauf vorgelegt. Der Angeklagte bestreitet weiterhin ein Fehlverhalten und bezeichnet die Situation als persönlichen Angriff. Die Konfrontation bleibt ungelöst, beide Parteien vertiefen sich.
„Wenn Sie sagen, dass Sie über die Quittungen verfügen, aus denen hervorgeht, dass die Tickets überhaupt rechtmäßig gekauft wurden, dann posten Sie sie. Schreiben Sie nicht darüber, wie Sie sie ‚aktiv versenden‘, sondern tun Sie es einfach.“ – Becca Alves fordert den Angeklagten auf, Beweise vorzulegen.
Der Vorfall zeigt, wie schnell Online-Streitigkeiten eskalieren können, insbesondere wenn prominente Personen beteiligt sind. Der Mangel an Transparenz seitens der Angeklagten, gepaart mit der Möglichkeit eines Betrugs, führt dazu, dass die Öffentlichkeit ihre Behauptungen in Frage stellt.
Letztendlich verdeutlicht dieser Fall die Schwachstellen moderner Treueprogramme und die Machtdynamik von Social-Media-Konfrontationen. Das Ergebnis wird wahrscheinlich davon abhängen, ob eine der Parteien überprüfbare Beweise zur Untermauerung ihrer Behauptungen vorlegt.
