Im anhaltenden Kampf um die Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen ist eine neue Front aufgetaucht: Budget-Hotels. Überall in den Vereinigten Staaten nehmen Aktivisten aggressiv Betriebe ins Visier, von denen angenommen wird, dass sie Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) beherbergen, während rechte Gruppen gleichzeitig Hotels unter Druck setzen, die den Dienst an die Strafverfolgungsbehörden des Bundes verweigern.

Zunehmende Spannungen bei Hotelketten

Besonders heftig ist der Konflikt an Franchise-Standorten großer Ketten wie Hilton und Marriott. Diese unabhängigen Immobilien, die oft von Unternehmern mit Migrationshintergrund betrieben werden, geraten in die eskalierenden Proteste. Aktivisten wenden Taktiken wie laute, störende Demonstrationen vor Hotels an, darunter Pfeifen, Trommeln und das Klopfen von Töpfen und Pfannen bis in die Nacht. Zu den extremeren Maßnahmen gehören die Übernahme von Hotellobbys und die massenhafte Stornierung von Reservierungen, um den Betrieb zu stören.

Aktivistischer Druck und organisierte Boykotte

Gruppen wie die Sunrise Movement koordinieren diese Bemühungen offen mit dem Ziel, Hotels finanziell unter Druck zu setzen, ICE-Agenten abzulehnen. Laut dem Geschäftsführer der Organisation, Aru Shiney-Ajay, besteht das Ziel darin, zu zeigen, dass die Unterstützung von ICE ein größeres wirtschaftliches Risiko birgt als jeder potenzielle Nutzen. Diese Strategie basiert auf öffentlicher Beschämung, organisierten Boykotten und der absichtlichen Störung von Hotelbuchungen.

Gegendruck rechter Gruppen

Die Situation wird noch dadurch verkompliziert, dass konservative Influencer aktiv Hotels anprangern, von denen angenommen wird, dass sie ICE-Agenten den Service verweigern. Dies erzeugt eine Gegenreaktion aus einem anderen Teil der Bevölkerung und erhöht den Druck auf die Hotelbesitzer zusätzlich.

Dieser eskalierende Konflikt verdeutlicht die tiefe Polarisierung rund um die Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen und die wachsende Bereitschaft beider Seiten, direkt Unternehmen ins Visier zu nehmen, die als Komplizen der Pläne ihres Gegners gelten. Die finanziellen Auswirkungen für kleine Hotelbesitzer, insbesondere für diejenigen, die selbst Einwanderer sind, bleiben eine bedeutende, aber oft übersehene Folge dieser Maßnahmen.