Die Business Class von Hong Kong Airlines im Airbus A330-300 bietet ein funktionales Erlebnis, bleibt aber deutlich hinter regionalen Spitzenreitern wie Cathay Pacific zurück. Dieser Bericht bezieht sich auf einen kürzlich durchgeführten 3,5-stündigen Flug von Hongkong (HKG) nach Tokio Narita (NRT), der aufgrund begrenzter Verfügbarkeit und überhöhter Preise bei anderen Fluggesellschaften während der Hochsaison des Mondneujahrs durchgeführt wurde. Die zu Hainan Airlines gehörende Fluggesellschaft hatte in den letzten Jahren mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen und den Betrieb zurückgefahren, was zu einem Produkt führte, bei dem die Grundfunktionalität Vorrang vor der Verfeinerung hat.
Das Lounge-Erlebnis: Ein schlechter erster Eindruck
Die Club Autus Lounge in Hongkong setzt einen niedrigen Standard für das Gesamterlebnis. Es mangelt an grundlegender Wartung – zwei von drei Urinalen und eine Toilettenkabine waren außer Betrieb und die Duschen waren geschlossen. Das Lounge-Design wirkt veraltet und unkonventionell, mit Kissen, auf denen Sprüche wie „Revenge Travel“ zu lesen sind. Die Auswahl an Speisen und Getränken ist begrenzt, es gibt kein frisches Obst, Gebäck und nicht einmal Milch für den Kaffee. Dieser starke Kontrast zu den hervorragenden Bodendiensten von Cathay Pacific verdeutlicht die deutliche Diskrepanz bei den Investitionen und der Priorität.
Zustand der Sitze und Kabine: Funktionell, aber abgenutzt
Die A330-Businessklasse von Hong Kong Airlines verfügt über eine gestaffelte Sitzkonfiguration mit 32 Sitzplätzen. Aufgrund des relativ schmalen Flugzeugrumpfs fühlt sich die Kabine beengt an, was den Zugang zum Gang erschwert. Das Innendesign spiegelt die Ästhetik von Hainan Airlines wider, weist jedoch deutliche Gebrauchsspuren auf; Die Leselampe eines Passagiers war mit Klebeband zusammengehalten. Während dieses Produkt für kürzere Regionalflüge ausreichend ist, wäre es auf längeren Strecken wie Vancouver nach Hongkong deutlich weniger attraktiv.
Unterhaltung und Konnektivität: Bestenfalls einfach
Sitzlehnenmonitore sorgen für Unterhaltung, allerdings ist die Auswahl begrenzt. Noch wichtiger ist, dass Hong Kong Airlines kein WLAN an Bord anbietet. Dieses Fehlen ist auf kurzen Strecken akzeptabel, wird jedoch auf längeren Flügen, auf denen jetzt Konnektivität erwartet wird, zu einem erheblichen Nachteil.
Service und Ausstattung: Ordentlich, wenn auch nicht außergewöhnlich
Das Kabinenpersonal war freundlich und zuvorkommend, wenn auch nicht auf dem Serviceniveau von Cathay Pacific. Passagiere erhalten Kissen, Decken und Hausschuhe. Der Frühstücksservice umfasst drei Optionen zur Auswahl, darunter eine chinesische Congee-Mahlzeit mit zerkleinertem Hühnchen und getrockneter Jakobsmuschel. Es wird Charles de Cazanove Brut Champagner serviert. Der Mangel an Kaffee auf Espressobasis ist zwar angemessen, aber ein kleines Detail, das den insgesamt kostenbewussten Ansatz widerspiegelt.
Fazit: Die A330-Businessklasse von Hong Kong Airlines ist eine praktikable Option, wenn Flugpläne oder Preise günstig sind, sie konkurriert jedoch nicht mit Branchenführern wie Cathay Pacific. Bei dem Produkt der Fluggesellschaft steht die Grundfunktionalität über der Verfeinerung, wodurch es für kürzere Flüge geeignet, für Langstreckenreisen jedoch weniger attraktiv ist. Passagiere sollten ihre Erwartungen entsprechend berücksichtigen.
























