Der letzte Abschnitt der Route 66, von Kingman, Arizona, bis zum Santa Monica Pier in Kalifornien, ist ein klassischer amerikanischer Roadtrip. Diese rund 380 Meilen lange Fahrt (erweiterbar auf 500 mit einem Abstecher nach Joshua Tree) erfordert mindestens drei bis fünf Tage, um sie vollständig zu erleben. Die Wüstenlandschaft verwandelt sich von Kakteen und kargen Felsen in Küstenpalmen, und die Reise belohnt Ihre Geduld mit berühmten Sehenswürdigkeiten am Straßenrand, Geisterstädten und einem Gefühl von Abenteuer. Planung ist entscheidend : In den Mojave-Inseln gibt es nur wenige Tankstellen. Tanken Sie also regelmäßig auf, nehmen Sie ausreichend Wasser mit und genießen Sie jeden skurrilen Zwischenstopp auf dem Weg.

Oatman, Arizona: Ein Relikt des Wilden Westens

Die Fahrt von Kingman nach Oatman ist ein dramatischer Aufstieg durch die Black Mountains mit steilen Serpentinen und atemberaubenden Ausblicken. Vorsicht ist geboten : Auf vielen Abschnitten fehlen Leitplanken. Oatman selbst, eine ehemalige Goldminen-Boomtown, in der heute weniger als 100 Einwohner leben, ist voller wilder Esel – Nachkommen der Lasttiere der Goldgräber –, die frei durch die Straßen streifen und Snacks (bevorzugt Karotten) annehmen. Erkunden Sie hinter den Eseln das Oatman Hotel mit seiner Bar, seinem Restaurant und seinem historischen Museum, in dem es angeblich spukt.

Die Mojave-Wüste: Needles to Amboy – Isolation und Kuriositäten

Bei der Überquerung Kaliforniens verändert sich die Landschaft zum riesigen Mojave-Gebirge. Needles dient als Versorgungsstopp vor den langen, leeren Strecken. Erwägen Sie Abstecher zur Grapevine Canyon Petroglyph Site (über 700 antike Felsmalereien) oder zum Topock Maze, einer spirituellen Mojave-Stätte. Westlich von Needles führt der Highway durch Geisterstädte und erreicht seinen Höhepunkt in Amboy. Roy’s Motel and Cafe, ein perfekt erhaltenes Wahrzeichen am Straßenrand aus der Mitte des Jahrhunderts, ist mit seinem ikonischen Bumerang-Schild ein Muss. Der nahe gelegene Amboy-Krater bietet eine vier Meilen lange Wanderung zu einem vulkanischen Schlackenkegel.

Bagdad Cafe und Barstow: Hollywood-Geschichte und Wüstenkitsch

Die Fahrt geht weiter nach Newberry Springs, der Heimat des Bagdad Cafe, das durch einen deutschen Kultfilm verewigt wurde. Die Wände des Lokals sind mit Notizen europäischer Fans bedeckt, die an diesen abgelegenen Ort gepilgert sind. In Barstow gibt es das Route 66 Mother Road Museum, das in einem restaurierten Bahnhof untergebracht ist und die Geschichte der Autobahn dokumentiert. Zu den Attraktionen in der Nähe zählen die Tom’s Certified Welding and Machine Shop (mit Schildern bedeckt) und die Calico Ghost Town, eine restaurierte Silberbergbaustadt, die Führungen und kitschige Old-West-Erlebnisse anbietet.

Joshua Tree National Park: Ein Umweg, der sich lohnt

Ein Abstecher nach Süden führt zum Joshua Tree National Park, einer einzigartigen Wüstenlandschaft aus stacheligen Bäumen und Granitfelsen. Einfache Wanderungen umfassen Hidden Valley (1,6 km) und Barker Dam (1,8 km). Für eine längere Herausforderung nehmen Sie den Boy Scout Trail (8 Meilen) in Angriff. Seien Sie vorbereitet : Die Temperaturen im Sommer können über 100 °F liegen und die Dienstleistungen im Park sind begrenzt.

San Bernardino und Pasadena: Der Übergang zur kalifornischen Küste

Wenn Sie Barstow verlassen, machen Sie Halt bei Elmer’s Bottle Tree Ranch, einem surrealen Wald aus zusammengeschweißten Flaschenskulpturen. In San Bernardino gibt es die Original-McDonald’s-Website und das Museum, die die Geburtsstunde des Fast Food markieren. Fahren Sie weiter nach Pasadena, wo die Route 66 zum Foothill Boulevard wird. Erkunden Sie die Altstadt von Pasadena mit ihren historischen Gebäuden und Museen oder besuchen Sie die Bridge to Nowhere, eine unvollendete Brücke, die über eine 10 Meilen lange Wanderung erreichbar ist.

Santa Monica: Das Ende der Straße

Die letzte Etappe führt nach Santa Monica, wo die Route 66 offiziell an der Kreuzung von Santa Monica Boulevard und Ocean Avenue endet. Machen Sie ein Foto am Schild „End of the Trail“ am Santa Monica Pier, das den Abschluss einer 2.500 Meilen langen Reise markiert. Die Route endete einst in der Innenstadt von Los Angeles, wurde aber durch Lobbyarbeit bis zur Küste verlängert.

Dieser Abschnitt der Route 66 ist eine Mischung aus natürlicher Schönheit, historischen Relikten und skurrilen Attraktionen am Straßenrand. Indem Reisende sich auf das Unerwartete einlassen und vorausschauend planen, können sie ein wirklich einzigartiges amerikanisches Abenteuer erleben. Die letzte Fahrt nach Santa Monica ist nicht nur das Ende einer Autobahn; Es ist der Abschluss einer ikonischen Reise.