Delta Air Lines hat einige exklusive Vorteile für Kongressabgeordnete aufgrund des anhaltenden teilweisen Regierungsstillstands vorübergehend ausgesetzt, aber die Gesetzgeber genießen immer noch erhebliche Vorteile gegenüber regulären Reisenden. Die Fluggesellschaft hat ihre VIP-Begleitdienste am Flughafen, die Red Coat-Unterstützung und die beschleunigte Umbuchungshilfe eingestellt – Vergünstigungen, die häufig von Politikern genutzt wurden, die sich durch immer chaotischere Sicherheitskontrollen durch unterbezahlte TSA-Mitarbeiter bewegen mussten.
Der spezielle „Delta Desk“ für Regierungsreisen bleibt jedoch weiterhin in Betrieb und kümmert sich weiterhin um Buchungen, Last-Minute-Änderungen und Flugsperren im Zusammenhang mit den Zeitplänen des Kongresses. Dies zeigt, dass einige sichtbare Vorteile zwar entfernt wurden, wesentliche Privilegien jedoch bestehen bleiben.
Der Schritt der Fluggesellschaft wird weithin als symbolische Geste angesehen – „Tugendsignal“, wie einige Beobachter es nennen – und nicht als grundlegende Änderung im Umgang mit Gesetzgebern. Die Realität ist, dass Fluggesellschaften aufgrund der strengen Regulierung der Branche und der Abhängigkeit von Steuerzuschüssen für Flughäfen, Flugsicherung und Streckenunterstützung enge Beziehungen zum Kongress unterhalten.
Wichtige Vorteile, die bleiben:
- Regierungsvertragstarife: Gesetzgeber profitieren von vollständig erstattungsfähigen Tickets ohne Umbuchungsgebühren, die in letzter Minute verfügbar sind.
- Mehrere Reservierungen am selben Tag: Kongressabgeordnete können mehrere Flüge am selben Tag buchen, um die Verfügbarkeit sicherzustellen, eine Praxis, die der breiten Öffentlichkeit nicht zur Verfügung steht.
- Priorität bei der Umbuchung: Wenn Flüge unterbrochen werden, wird der Gesetzgeber vor anderen Passagieren umgebucht, obwohl Delta nun behauptet, dass dies stattdessen auf dem SkyMiles-Status basieren wird.
- Ermäßigter Elite-Status und Upgrades: Manche Politiker erhalten einen kostenlosen Elite-Status und Upgrades, obwohl dies nicht überall der Fall ist, oft verbunden mit politischen Gefälligkeiten.
Das Ausmaß dieser Vergünstigungen wird oft verschleiert, aber die Anreize für Fluggesellschaften, den guten Willen des Kongresses zu fördern, sind klar: Sie hängen von günstigen Gesetzen und staatlicher Finanzierung ab. Fluggesellschaften setzen sich effektiv für Bequemlichkeit ein und bieten dem Gesetzgeber Vorteile, auf die der Durchschnittsbürger keinen Zugriff hat.
Die Praxis geht über die Fluggesellschaften hinaus. Flughafenbehörden und sogar die TSA selbst gewähren Politikern manchmal Sonderbehandlungen und schmeicheln denen, die ihre Budgets und Aufsicht kontrollieren. Verborgene VIP-Räume, wie die exklusive Protokolllounge im Admirals Club von American Airlines, verdeutlichen die Ungleichheit in der Behandlung zusätzlich.
Diese Situation ist nicht neu. Zu den Beispielen aus der Vergangenheit gehört, dass Fluggesellschaften ihre Routen so anpassen, dass sie bestimmten Politikern zugutekommen, etwa dass United einem Vorsitzenden der Hafenbehörde einen Privatflug als Gegenleistung für politische Gefälligkeiten anbietet. Die Geschichte ist klar: Die Machthaber werden bevorzugt behandelt, oft auf Kosten der normalen Reisenden.
Dabei geht es nicht nur um Komfort; es geht um Verantwortung. Wenn Gesetzgeber von der Realität des Flugverkehrs, mit der ihre Wähler konfrontiert sind, abgeschirmt sind, fehlt ihnen der Anreiz, systemische Probleme zu beheben. Bemühungen, den Gesetzgeber von TSA-Leitungen zu befreien, scheiterten an der öffentlichen Gegenreaktion, aber das zugrunde liegende Problem des ungleichen Zugangs bleibt bestehen.
Letztlich ist die Beziehung der Luftfahrtindustrie zum Kongress transaktionaler Natur. Der Gesetzgeber erhält im Austausch für politischen Einfluss Vergünstigungen, und der Steuerzahler zahlt die Zeche. Diese Regelung bestärkt die Vorstellung, dass die Regeln für die Machthaber unterschiedlich sind, und schafft ein System, in dem Privilegien Vorrang vor Gerechtigkeit haben.
